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BIOGRAPHY

 

Der Tenor Daniel Szeili verfügt über ein breit gefächertes Repertoire, das von der Barockoper bis hin zu zeitgenössischen Werken reicht. Dabei ist er im Operettenfach ebenso erfolgreich wie mit Partien in Opern von Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini, Richard Wagner oder Richard Strauss. Zu seinem Repertoire gehören Rollen wie Caramello („Eine Nacht in Venedig“), Edwin („Die Csárdásfürstin“), Tassilo („Gräfin Mariza“), Leopold („Im weißen Rössl“) und Sou-Chong („Land des Lächelns“), aber auch Partien wie Idomeneo („Idomeneo“), Lenski („Eugen Onegin“), Belmonte („Die Entführung aus dem Serail“), Thoas („Iphigenie auf Tauris“), Don José („Carmen“), Flamand („Capriccio“), Macduff („Macbeth“), Ruggero ("La Rondine") und Walther von der Vogelweide („Tannhäuser“). Darüber hinaus wirkte er in Produktionen zeitgenössischer Werke wie Mieczysław Weinbergs „Die Passagierin“ (Walter) und Thomas Adès‘ „The Tempest“ (Ferdinand) mit. Auch in Partien selten aufgeführter Opern konnte Daniel Szeili große Erfolge verbuchen, so als Johann Messenius in Jacopo Foronis „Cristina, regina di Svezia“, als Richard in Albert Lortzings „Regina“ und als Doufi/Orpheus in Per Nørgards „Der göttliche Tivoli“. 

 

Engagements führten Daniel Szeili unter anderem an das Aalto Theater Essen, die Staatsoperette Dresden, die Oper Leipzig, das Theater Bremen, das Staatstheater Meiningen, das Deutsche Nationaltheater Weimar, das Volkstheater Rostock, das Theater Krefeld/Mönchengladbach, die Thüringer Bühnen Gera, das Stadttheater Bern, das Teatro Carlo Fenice di Genua, das Teatro Regio di Parma, das Teatro Sociale di Como, die Oper Krakau, das Landestheater Linz und an die Danish National Opera in Aarhus. Bei den szenischen Produktionen arbeitete er mit renommierten Regisseurinnen und Regisseuren zusammen, darunter Sandra Leupold, Anthony Pilavachi, Thaddeus Strassberger, Karl Absenger, Rosetta Cucchi und Philipp Kochheim.

 

Der Tenor ist regelmäßiger Gast bei zahlreichen Festivals. 2006 debütierte er mit der Partie des Tamino („Die Zauberflöte“) bei den Opernfestspielen Heidenheim, 2011 war er erstmals beim italienischen Festival della Valle d’Itria zu erleben. 2013 gab er sein Debüt bei der Wexford Festival Opera als Alfredo in Verdis „La Traviata“ und sang dort auch in Foronis „Cristina, regina di Svezia“. 2016 gelang ihm mit der Partie des Thoas in „Iphigenie auf Tauris“ bei den Internationalen Gluck-Festspielen in Nürnberg ein großer Erfolg. 

 

Ein weiterer künstlerischer Schwerpunkt Daniel Szeilis liegt im Konzertbereich. Sein Repertoire beinhaltet unter anderem Tenorpartien aus Mozarts Requiem, Mahlers „Lied von der Erde“, Mendelssohn-Bartholdys Oratorium „Elias“, Dvořáks „Stabat Mater“ und Rossinis „Petite Messe solennelle“. Er konzertiert regelmäßig mit renommierten Orchestern wie den Nürnberger Symphonikern, den Leipziger Symphonikern, der Thüringer Philharmonie Gotha, dem Festival Orchester Basel, der Filarmonica Arturo Toscanini, den Prager Philharmonikern, den Copenhagen Phil, dem Symphonieorchester Aarhus und dem Aalborg Symphonieorchester. 

 

Daniel Szeili wurde in Rosenheim geboren. Nach dem Abitur studierte er Theater- und Musikwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und erhielt parallel dazu Schauspiel- und Gesangsunterricht. Er studierte Gesang bei Prof. Glenys Linos, Eva Zwedberg und Inci Bashar. Von 2008 bis 2013 gehörte Daniel Szeili dem Ensemble des Theaters Lübeck an, wo er sich in Rollen wie Tamino, Hans („Die verkaufte Braut“), Sänger („Der Rosenkavalier“), Fenton („Falstaff“), Macduff, Idomeneo, Belmonte und Sou-Chong schnell einen Namen machte. Von der Gesellschaft der Freunde des Theaters Lübeck wurde er 2013 mit dem „Jürgen-Fehling-Theaterpreis“ ausgezeichnet. In der Spielzeit 2014/15 wechselte er in das Ensemble des Staatstheaters Meiningen und konnte dort unter anderem als Tichon („Katja Kabanova“), Gabriel Eisenstein („Die Fledermaus“) und Walther von der Vogelweide begeistern. 2018 war der Tenor Mitglied der Danish National Opera in Aarhus, wo er unter anderem Partien wie Walter („Die Passagierin“) und Don José sang. 

 

Daniel Szeili hat bei mehreren CD-Aufnahmen mitgewirkt, darunter bei einem Live-Mitschnitt von Per Nørgards „Der göttliche Tivoli“ aus dem Stadttheater Bern, der beim Label Dacapo Records veröffentlicht wurde. Seine große künstlerische Bandbreite zeigt der Sänger auch bei dem 2018 erschienen und für den „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ nominierten Hörspiel-Musical „Die Marzipanpiraten“, bei dem er die Rolle des Antonio übernahm. 

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